Kommune Niederkaufungen

Regenerativer Ackerbau

Regenerativer Ackerbau

Der Klimawandel zwingt die Landwirtschaft sich an höhere Temperaturen, lange Dürreperioden und Starkregenereignisse anzupassen. Aus diesem Grund kommt dem Boden mit seinen zahlreichen Eigenschaften wie u.a. Wasserhaltefähigkeit, Bodenfruchtbarkeit und Humusgehalt (Kohlenstoffsenke) eine enorme Bedeutung zu.

Daher versuchen wir in unserem zunehmend wachsenden Ackerbau das Bodenleben – die Kooperation zwischen Pflanzen und ihren mikrobiellen Partnern direkt an den Wurzeln – bei unserer Flächenbewirtschaftung einzubeziehen und zu fördern. Dies geschieht durch einen weitestgehenden Verzicht auf eine tiefe und gleichzeitig wendende Bodenbearbeitung, eine vielgestaltige Fruchtfolge und viele Zwischenfrüchte und Untersaaten.

              

 

Damit das, was wir auf dem Acker tun auch auf konkrete Auswirkungen im Ökosystem untersucht wird, sind wir Teil einer Praxisforschung zum Thema “Anpassung des Ackerbaus an den Klimawandel”. Konkret heißt das Projekt AKHWAAnpassung an den Klimawandel in Hessen- Erhöhung der Wasserretention des Bodens durch regenerative Ackerbaustrategien.

Untersucht werden folgende Gesichtspunkte:

  • Infiltrationsleistung und Wasserspeicherfähigkeit sowie weitere chemische und physikalische Bodeneigenschaften
  • Ertragsleistung
  • Nährstoffflüsse
  • Treibhausgasemissionen
  • Kohlenstoff- Speicherung
  • Mikroklima
  • Beikrautdruck
  • Lebensraumfunktion

Hier finden sich weitere Informationen zum Projekt:

https://www.uni-giessen.de/fbz/fb09/institute/pflbz2/oekolandbau/forschung/AKHWA

https://www.uni-kassel.de/fb11agrar/fachgebiete-einrichtungen/bodenkunde/forschung/laufende-forschungsprojekte/hmuklvakhwa.html

           

 

Auch im Kartoffelanbau beteiligen wir uns an einem On-Farm- Versuch: Im Projekt “VORANVerbesserung Ökologischer Fruchtfolgen mit Transfermulch für ein regeneratives, angepasstes Nährstoffmanagement” produzieren wir Frühkartoffeln in zwei Anbausystemen. Ein Teil der Fläche wird herkömmlich mit einem Pflug bearbeitet, während auf der direkt benachbarten Vergleichsfläche, die Bodenbearbeitung nur in einem sehr flachem Bearbeitungshorizont vorgenommen wird. Zusätzlich wird in dieser Variante Transfermulch auf die Kartoffeldämme gestreut.

Hier gibt es weitere Infos zu den Zielen des Projektes:

https://www.uni-kassel.de/fb11agrar/fachgebiete-einrichtungen/oekologischer-pflanzenschutz/forschungsarbeiten.html